Zum Hauptinhalt springen
Ein älterer Mann steht vor einem Herd. Auf dem Herd befindet sich ein Wasserkocher. Der Mann berührt mit seinem Finger eine Herdüberwachung über dem Herd.

Herdüberwachung (automatische Abschaltung) zur Vorbereitung einer eigenständigen Haushaltsführung eines Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung

Kurze Zusammenfassung

Der Fall beschreibt den Einsatz einer Herdüberwachung in Form einer automatischen Abschaltung. Ausgangspunkt war die nicht eigenständig durchführbare Herdabschaltung durch die pflegebedürftige Person aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen. Der Backofen muss täglich von einem Mitarbeitenden eingestellt werden. Ziel war die automatische Abschaltung des Backofens bei Überhitzung oder Leerlauf.

Problembereich

Der Fall ist den Bereichen Sicherheit und Teilhabe zuzuordnen. Es muss sichergestellt werden, dass durch die fehlende Bedienbarkeit die Sicherheit der eigenen Person nicht gefährdet wird. Gleichzeitig soll die Teilhabe und Selbstständigkeit bestmöglich erhalten und gefördert werden. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass Mitarbeitende vor Ort sind, um die korrekten Einstellungen im Vorfeld vorzunehmen und bei Fehleinstellung schnellstmöglich vor Ort zu sein, um eine Gefährdung durch Fehlbedienung (erhöhte Brandgefahr) auszuschließen.

Ort der Umsetzung

-

Ausgangssituation

Aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen der pflegebedürftigen Person ist eine Herdabschaltung nicht immer möglich. Der Pflegedienst programmiert beim täglichen Termin morgens den Herd. Sollte es zu Problemen kommen, informiert die Person den Pflegedienst. Dieser kommt nun noch einmal bei der Person vorbei und schaltet händisch den Ofen/Herd ab.

Ziel

Ziel ist es, die Selbstständigkeit sowie die Teilhabe zu erhalten und zu fördern, aber gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten. Der Backofen soll bei Überhitzung oder Leerlauf automatisch abschalten. Ein Eintreffen des ambulanten Pflegedienstes ist nicht mehr notwendig.

Bedarf

Der Einsatz der automatischen Herdabschaltung ist notwendig, um die Sicherheit der betroffenen Person sicherzustellen und das Pflegepersonal nachhaltig zu entlasten. Die Herabschaltung muss in der Lage sein, bei Leerlauf oder Überhitzung automatisch abzuschalten. Für den dauerhaften Betrieb ist eine technische Begleitung und Wartung durch geschultes Personal notwendig.

Flankierende Bedürfnisse

  • Zuverlässigkeit des Gerätes

Eingesetzte Technologie

-

Herausforderungen im Betrieb

  • Installation und Inbetriebnahme durch Fachfirma
  • Wartung der Systeme
  • Bedienbarkeit für die betroffene Person

Ressourcen

  • Technisches Personal für Einrichtung
  • Programmierung und Wartung

Pflegefachlicher Bezug

Der Einsatz der Herdüberwachung hat einen direkten pflegefachlichen Bezug. Durch die Entlastung des ambulanten Pflegedienstes werden Abläufe im Pflegealltag stabilisiert. Eine kontinuierliche Überwachung der Herdfunktion reduziert das Sicherheitsrisiko und senkt die Gefährdung durch Fehlbedienung.

Ergebnis

Der Einsatz der automatischen Herdabschaltung führt zum Erhalt und der Förderung der Selbstständigkeit und Teilhabe. Ebenfalls wird die Sicherheit gewährleistet. Das Pflegepersonal wird durch den Einsatz der Herdabschaltung entlastet, sodass neue zeitliche- und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen.